Am 28. und 29. November tagte zum ersten Mal der JS Kongress in der Alten Kongresshalle in München. Diese zwei Tage standen ganz unter dem Motto #Web #Games und #Hardware, um den Anspruch von JavaScript zu unterstreichen, in weitere Gefilde vorzudringen.

Jake Archibald zeigte auf, wie Google Chrome mit seinem Service Worker und folgenden Standards mehr Macht in die Hand von Entwicklern legen wird und skizzierte gleichzeitig potentielle Trade-offs. Gordon Williams veranschaulichte, wie man mit JavaScript Mikrocontroller programmieren kann und welche Vorteile dieser Ansatz im Vergleich zum System-on-Chip (SoC) hat. Natürlich durfte auch das Hype-Thema Virtual Reality nicht fehlen, in dessen Rahmen sich Raul Jimenez mit der Realisierung von VR-Videos mittels JavaScript beschäftigte.

Guy Podjarny machte auf die enge Verdrahtung von modernen JavaScript-Anwendungen mit Third Party-Angeboten aufmerksam und welche Sicherheitsrisiken diese Abhängigkeit mit sich bringt. Ein Problem, das nicht nur JavaScript, sondern alle modernen Software-Projekte betrifft. Zum Thema Speicherverwaltung demonstrierte Christian Specken, wie man Memory-Leaks mithilfe von Google Chrome aufdeckt.

Elisabeth Engel befasste sich mit der Visualisierung von Daten und wie man dies qualitativ hochwertig mit JavaScript umsetzt. Anschließend erläuterte Franziska Hinkelmann die technischen Interna des Just-in-Time-Compilers aus der Google V8 Laufzeitumgebung und warum sich nicht jeder JavaScript-Code optimieren ließe. Seth Samuel griff auf neue APIs zurück, um möglichst viele Daten parallel in JavaScript zu berechnen. Hierzu nutzte er Grafikkarten für Matrix-Multiplikation und zeigte auf, wie man datenintensive Anwendungen im Browser realisieren kann. Zu guter letzt fordert Jan Lehnhardts mit seinem Leitspruch “Kill all humans” Entwickler dazu auf, mehr zu automatisieren und Entwicklungsprozesse zu optimieren.

Und was macht eigentlich Tommy Imura, wenn sie ihre Katze z.B. während des JS Kongresses allein zu Hause lässt? Sie baut ihr mit JavaScript eine Kittycam mit Bewegungssensor, Katzengesichtserkennungssoftware und Clouddiensten.

Insgesamt war die Veranstaltung sehr gelungen und eine Wiederholung nächstes Jahr haben die Veranstalter bereits bestätigt.

Wir freuen uns drauf!