Ganz klar nein,

wenn man die aktuellen Verkaufszahlen betrachtet. Wearables katapultieren sich aus der Nische und der Markt wächst kontinuierlich. Zwei von drei verkauften Smart-Watches waren Apple Watch. Diese hat sich 2015 über 12 Millionen mal verkauft und Gartner prognostiziert ein weiteres Wachstum von über 18% für 2016.

Dazu kommen noch sämtliche Einheiten des Smart-Watch-Pioniers Pebble, welcher seit 2012 erfolgreich eine plattformunabhängige Lösung bietet oder die Android optimierten Produkte, sowie Smart-Fashion/-Glasses oder Fitness-Tracker.

Neue Software - neu Uhr!

Wie jede neue Technologie haben Produkte erster Generationen mit Kinderkrankheiten zu kämpfen, allerdings begründen sich die Ursachen meist nicht in inperformanter Hardware.

Probleme wie beispielsweise Akkulaufzeiten hat man mittlerweile im Griff; Nutzungszeiten von durchschnittlich 2 Tagen (Apple Watch) bis zu zwei Wochen (Pebble) wurden allein durch Softwareoptimierung möglich.

Keine müden Arme mehr. Optimierte Ladezeiten sorgen für eine ideale Nutzererfahrung. Beispielsweise senkt Apple mit Einführung des Betriebssystemupdates watchOS Version 3 die initiale Startzeit für Watch-Apps von acht auf eine Sekunde.

Smart-Watches werden smarter. Watch-Apps emanzipieren sich von zugehörigen Companion-Apps am Smartphone. Sie verbinden sich autark mit mobilen und WiFi-Netzwerken, führen selbst Anwendungslogik aus und werfen ihre alten Fernbedienungscharakteristika ab.

Die Benutzeroberfläche wird rund. Vom Smartphone portierte UI-Paradigmen werden kontinuierlich durch auf den Formfaktor der Uhr angepasste Masken ersetzt (rund vs. eckig). Weg von modalen Dialogen, hin zu gestengesteuerter Navigation und neuen Bedienkonzepten wie Sprachassistenz und Texterkennung durch Wischen.

<Christian Deckert>