Es scheint, als würde Android N schneller in Vergessenheit geraten als man "Nutella" sagen kann, denn während dessen Distributionsrate noch bei unter drei Prozent liegt (sieben Monate nach Release), wurde nun sein Nachfolger angekündigt.

Android O präsentiert sich erstaunlich früh und folgt damit einem Credo, das Google im letzten Jahr eingeführt hat und hoffentlich auch weiterhin fortführen wird. Die Developer Preview wird seit dem 21. März 2017 verteilt und gibt einen ersten Einblick auf kommende Neuerungen. In erster Linie richtet sich diese Version an Entwickler und ändert dementsprechend viel unter der Haube. Die kompletten Changenotes finden sich in der offiziellen Dokumentation.

Schriftarten sind ab sofort vollwertige Ressourcen, die - analog zu String, Drawable oder Style - in XML Layouts verwendet werden können. Das neue Autofill Framework richtet sich an Passwortmanager, welche aktuell noch als Bedienungshilfe im Betriebssystem laufen. Adaptive Icons gehen einen Schritt weiter in Richtung Responsive Design und erlauben es, Icons abhängig vom Zielgerät zu maskieren.
Mit den Backgrund limits führt man fort, was unter Android 6 mit Doze und App Standby begonnen wurde: Akkulaufzeit erhöhen und Performance verbessern. Hierfür müssen Apps angepasst werden, die Background Services nutzen und deren Target auf API 26 oder höher gesetzt ist.

Picture in Picture (PIP) ist eines von zwei Features, die sich direkt an Endnutzer richten. PIP ist eine spezielle Form des aus Android N bekannten Multi Window. Diese erlaubt das Übereinanderlegen zweier Apps, z. B. um ein Overlay mit Videoplayback darzustellen, wie man es bereits von Android TV oder aus der YouTube-App kennt.
Des weiteren fallen uns die Notification Channels auf, welche eine Kategorisierung von Benachrichtigungen erlauben. Entwickler legen hierbei für jede Benachrichtigung fest, in welchem Kanal sie gesendet wird. Folgende Einstellungen können dann vom Nutzer einzeln für jeden Kanal getroffen werden: Ton, Vibration, LED-Signal, auf dem Sperrbildschirm anzeigen, "Nicht stören"-Modus überschreiben. Dies sollte das Leben vieler erleichtern, deren Partner Fans von mobilen Aufbauspielen sind. Deren Entwickler bieten nämlich nur allzu selten eine Möglichkeit, solche Störgeräusche zu minimieren, ohne das komplette Gerät stumm zu schalten.

Dies sind nur einige der Neuerungen von Android O und wir sind gespannt, was sich bis zum finalen Release noch ändern wird. Dabei hoffen wir stets auf eine weitreichende Integration in die Support Library, damit die neuen Features ohne Verzögerung auf so viele Geräte wie möglich ausgerollt werden können.
Genauso neugierig sind wir auf den Alias der neuen Betriebssystemversion. Welche Süßigkeit wird es diesmal? Oreo? Oatmeal Cookie? Ontbijtkoek? Es bleibt spannend.

Notifications Channels unter Android O

Notifications Channels unter Android O

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