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Dieser Artikel greift viele Inhalte eines im März veröffentlichten Blogposts auf, die nichts an ihrer Gültigkeit verloren haben. 
Dem geneigten Leser fällt zusätzlich unsere zielsichere Prognose zur namensgebenden Süßigkeit auf.

Es scheint, als würde Android N schneller in Vergessenheit geraten als man "we're nut tellin' you" sagen kann. Während die Distributionsrate von Nougat noch immer unter 15% liegt, rollt Google seit vergangener Woche bereits den Nachfolger aus. Wie gewohnt folgen die hauseigenen Geräte der Pixel- und Nexus-Linie zuerst, doch auch Samsung, LG, HTC und die meisten anderen Hersteller versprechen baldige Updates für ihre Flagschiffe. Besitzer älterer Smartphones können wie gewohnt den Weg über Custom ROMs gehen, bei denen LineageOS (ehemals Cyanogenmod) mit seinem gewaltigen Supportkatalog zu überzeugen weiß.

Eine der interessantesten Neuerungen von Android Oreo ist etwas untergegangen und wird selbst auf den offiziellen Seiten nur am Rande erwähnt:
Project Treble ist ein weiterer Versuch, die starke Fragmentierung von Android einzudämmen. Google führt hierzu eine Schicht zwischen Android Framework und Herstellerimplementierung ein, die dazu führen soll, dass neue Versionen des Betriebssystems schneller von den Geräteherstellern adaptiert werden können. Dies verkürzt in der Theorie die Zeit, die ein Endkunde auf ein neues Update warten muss, und schafft durch die damit verbundenen Ersparnisse das Potential für einen längeren Support der Gerätehersteller.

 
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Notification Channels erlauben die Kategorisierung von Benachrichtigungen und damit eine feingranulare Justierung von Ton, Vibration, LED und weiteren Signalen. Dies sollte das Leben derer erleichtern, deren Partner Fans von mobilen Aufbauspielen ist. Spieleentwickler tendieren nämlich dazu, keinerlei Einstellungen einzubauen, weswegen das Gerät im Störfall komplett stummgeschaltet werden muss.
Picture in Picture (PIP) ist eine spezielle Form des aus Android N bekannten Multi Window. Diese erlaubt das Übereinanderlegen zweier Apps, z. B. um ein Overlay mit Videoplayback darzustellen, wie man es bereits von Android TV oder aus der YouTube-App kennt.

Entwickler freuen sich über Schriftarten als vollwertige Ressourcen, die - analog zu String, Drawable oder Style - in XML Layouts verwendet und zur Laufzeit heruntergeladen werden können. Das neue Autofill Framework richtet sich an Passwortmanager, welche aktuell noch als Bedienungshilfe im Betriebssystem laufen. Adaptive Icons gehen einen Schritt weiter in Richtung Responsive Design und erlauben es, Icons abhängig vom Zielgerät zu maskieren.
Mit den Backgrund limits führt man fort, was unter Android 6 mit Doze und App Standby begonnen wurde: Akkulaufzeit erhöhen und Performance verbessern. Hierfür müssen Apps angepasst werden, die Background Services nutzen und deren Target auf API 26 oder höher gesetzt ist.

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