2017 gehört den randlosen Smartphones. Xiaomi legte vor einem Jahr mit dem Mi Mix und einem Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 84% vor. Die südkoreanische Konkurrenz folgte im April mit dem Samsung Galaxy S8 und dem LG G6. Laut jüngsten Gerüchten und einer Grafik aus der aktuellen Homepod Firmware wird das iPhone 8 diesem Trend folgen.
Offen bleibt die Frage, wie Apple den fehlenden Platz für den Home-Button kompensiert. Gerüchte über einen reservierten Onscreen-Bereich werden immer lauter und erinnern uns an den Weg, den Google damals mit der Navigation Bar ging. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum klassischen Back-Button, wie er damals sogar vom Meister persönlich vorgeschlagen wurde - und wir erinnern uns schmunzelnd an den ClearTouch Screen Protector.

Das iPad Pro wurde 2015 als Tablet für Profis vorgestellt und erhält mit dem bald erscheinenden iOS 11 zahlreiche Neuerungen, die dieses Image festigen sollen. Hierfür gewährt die zentrale Datenablage eine feingranulare Unterscheidung aller Endpunkte, damit der Nutzer weiß, wo und bei welchem Anbieter seine Daten liegen. Um das riesige Display des iPad Pro effektiv auszunutzen, hob man die Begrenzung der Apps im Dock auf und verbesserte den Mehrfensterbetrieb. Es können nun bis zu vier Apps gleichzeitig dank Floating Window und Picture-in-Picture angezeigt und Inhalte via Drag and Drop zwischen Apps bewegt werden.
Zusätzlich wird das Kontrollzentrum mit dem Sperrbildschirm auf einer einzigen Seite zusammengelegt und um Ordner, natives Screen Recording und 3D Touch ergänzt.

Mit ARKit erhält die Augmented Reality Einzug auf iOS und damit in gut ein Drittel des Smartphonemarktes. Wo es Googles Project Tango aufgrund der starken Fragmentierung von Android noch schwerfällt, Fuß zu fassen, könnte ARKit das Feld gehörig aufmischen. Erste Prototypen wirken vielversprechend und die Einsatzzwecke sind mannigfaltig: Postkunden schätzen das Volumen ihrer Sendung in virtuellen Paketen ab, Innenarchitekten tragen ihren gesamten Produktkatalog in der Hosentasche und messen Räume zentimetergenau ab. Natürlich dürfen auch interdimensionale Portale und virtuelle BB-8-Droiden nicht fehlen.

Zuletzt erhalten wir Entwickler ebenfalls einige Goodies: vom leicht überarbeiteten Swift 4 bis hin zu Xcode 9, welches in Sachen Performance zugelegt hat und diesmal dankenswerterweise abwärtskompatibel bleibt. Nicht zuletzt widmet sich Apple dem bisher enttäuschend stiefmütterlich behandelten Thema Refactoring.
Last but not least: Wireless Debugging!

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