Erst im September 2018 stellte Apple mit Swift 4.2 die nächste Version seiner Programmiersprache vor und legt jetzt mit Swift 5.0 und der Xcode 10.2 beta nach. Kompaktere Swift-Apps und bessere Stabilität der Swift API – mit der angekündigten neuen Hauptversion gehen einige Änderungen einher.

Was bedeuten Swift-Updates für Entwickler?

Swift wird mindestens einmal im Jahr aktualisiert und brachte in den vorangehenden Versionen zahlreiche Neuerungen am SDK wie z. B. einen einfacheren Umgang mit Strings mit sich. Für uns Entwickler bedeuten solche Updates in erster Linie auch einen Mehraufwand. Da die Toolchain alte Swift-Versionen rigoros abschneidet, sind Entwickler gezwungen, sich an aktuelle Versionen anzupassen – ohne, dass ein spürbarer Vorteil für die Endanwender entsteht.

Teilweise umfassten Swift-Updates in der Vergangenheit über 100 Änderungen, was Apple dazu veranlasst hat, Migrationsleitfäden und (mehr oder weniger funktionierende) automatisierte Migrationspfade als Hilfe für den Umstieg zu veröffentlichen.

Was ändert sich mit dem Update auf Swift 5.0?

Swift 5.0 führt ab iOS 12.2 zu deutlich kompakteren Apps. Möglich macht es das Application Binary Interface (ABI), für das allerdings noch nicht alle geplanten Umbauarbeiten vollständig abgeschlossen sind.

Diese Low Level-Schnittstelle zwischen Swift-Bibliotheken sowie -Anwendungen und dem darunter liegenden Betriebssystem gilt als stabil und einsatzbereit und wird erstmals mit der Betaversion der Entwicklungsumgebung Xcode 10.2 ausgeliefert.

Welche Vorteile bringt Swift 5?

  • Betriebssystemübergreifende Kompatibilität von Laufzeitumgebung, Bibliotheken und Anwendungen

  • Stabilität der Swift API (keine jährlichen Brüche mehr mit jeder Version, siehe Swift ABI Stability Manifesto)

  • Kompaktere Apps (das Swift-Framework muss dank ABI nicht mit jeder App mit ausgeliefert werden)

  • Schnellere Startzeiten durch Caching von Bibliotheken

Welche Nachteile bringt Xcode 10.2 und Swift 5.0?

Mit dem Update auf die neue Entwicklungsumgebung und dem Update der Programmiersprache schrumpft automatisch die Anzahl der unterstützten Entwicklermaschinen. So werden iMacs ab dem Baujahr 2012 vorausgesetzt – vereinzelt unter Umständen noch iMac Pros ab dem Baujahr 2010, sofern eine GPU mit Metal-Support zum Einsatz kommt.

Außerdem endet die Unterstützung für Swift 3. Für Entwickler heißt es also nun, mindestens auf Swift 4.2 zu migrieren - besser noch auf Swift 5.0.

Für jeden, der die Änderungen im Detail nachvollziehen möchte, stellt Apple Release Notes mit allen Informationen zu Xcode 10.2 und den Änderungen in Swift 5.0 zur Verfügung.

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